Paulchen
Paulchen
*???? - + 29.03.2011
Am 29.03.2011 mußte Paulchens Pflegefamilie ihn schweren Herzens über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
Paulchen ging es schlechter,er hat auch keine Nahrung mehr zu sich genommen und zeigte keinen richtigen Lebenswillen mehr;
nach ausführlicher ärztlicher Untersuchung, wurde er dann erlöst.

"Nun ist er im Hundehimmel und jetzt gehts im richtig gut!! Meine Mutter und ich sind sehr traurig, wir haben sehr an Pauli gehangen. Aber ein Trost ist, Pauli hat bei uns eine wunderschöne, unbeschwerte Zeit gehabt, er war bis zuletzt glücklich u. zufrieden. Abschied nehmen ist immer sehr schmerzhaft!!" K. Heil

An dieser Stelle möchten wir uns auch nochmal bei Paulchens Pflegestelle bedanken, die sich seit August 2009 so toll um ihn gekümmert haben.

Hier Paulchens Geschichte:
paulchen
Paulchen -Rettung in letzter Minute
Paulchens Geschichte klingt unglaublich: Nach dem Tod seines Frauchens wurde Paulchen in einen dunklen Stall abgeschoben, den er nicht mehr verlassen hat. Futter und Wasser bekam er nur selten und nur unregelmäßig. Ansprache und Liebe gab es gar nicht. Als Tierfreunde das Elend nicht mehr länger mit ansehen konnten, kam der Hund zu uns. Wir und auch der Tierarzt waren erschrocken über Paulchens Zustand: Er war nur noch „Haut und Knochen“ und außerdem erheblich ausgetrocknet! Seine Muskulatur ist so verkümmert, dass er sich nur gekrümmt auf den Beinen halten kann! Sämtliche Zähne sind in einem katastrophalen Zustand und müssen saniert werden. Außerdem leidet Paulchen an einem Herzfehler und an grauem Star.

paulchen

Seit seiner Rettung bekommt Paulchen nun Herzmedikamente, dreimal täglich Aufbaufutter und viel Fürsorge. Er genießt es, draußen zu sein und einfach in der Sonne zu liegen. Trotz seiner schlechten Erfahrungen ist er ein sehr lieber Hund, der sich über jede Ansprache freut und auch zu anderen Hunden freundlich ist. Bald wird Paulchen in eine Dauerpflegestelle umziehen und dort weiter aufgepäppelt und liebevoll versorgt. Wenn er zu Kräften gekommen ist, wird die notwendige Zahnsanierung durchgeführt, damit er schmerzfrei fressen kann.

Für die intensive tierärztliche Versorgung, Aufbaufutter, Herztabletten, Impfungen, Entwurmungen und die komplette Zahnsanierung fallen jetzt und zukünftig hohe Kosten an. Deshalb suchen wir für unser Paulchen Tierfreunde, die ihn längerfristig mit einer Patenschaft oder mit einer einmaligen Spende unterstützen möchten, damit er seine letzten Lebensjahre umsorgt und ohne Schmerzen verbringen kann.

Informationen zu unseren (Geschenk-)patenschaften erhalten Sie hier
Einmalige Spenden bitte unter dem Stichwort „Paulchen“ auf unser Konto 47878 bei der Sparkasse Herford (BLZ 49450120) überweisen. (Falls Sie eine Spendenquittung wünschen, bitte Namen und Adresse angeben.)

Paulchen und wir sagen schon vorab: Danke!

paulchen

24.08.2009: Paulchen ist inzwischen in seine Dauerpflegestelle umgezogen, wo bereits Leander und Sammy ihren Lebensabend verbringen durften und versteht sich mit der dort lebenden Hündin sehr gut.

Ende November 2009 erreichte uns dieser erfreuliche Bericht von Paulchens „Pflegefrauchen“ Frau Heil, in dem sie uns wunderbar ausführlich über Paulchens weiteres Schicksal berichtet. In ihrem Bericht dankt Frau Heil auch allen Tierfreunden, die durch eine einmalige Spende oder eine Patenschaft die tierärztlichen Behandlungen und Operationen ermöglicht haben. Wir, die TierRettung Herford, möchten uns ebenfalls ganz herzlich bei allen Spendern und Paten bedanken! Danken möchten wir aber auch Frau Heil für ihre tolle Fürsorge und ihr unermüdliches Engagement!

Nun der Bericht von Frau Heil:“Als wir Paulchen im August 2009 zu uns nahmen, sahen wir einen traurigen bis auf die Knochen abgemagerten Hund, der nur unter großer Mühe laufen konnte weil seine Muskulatur total verkümmert war. Wir mochten ihn gar nicht anfassen, es schien, jede Berührung würde ihm weh tun. Doch war er ausgehungert nach Streicheleinheiten, Zuwendung und Geborgenheit. Die Tierrettung Herford hat auf ihrer Internetseite, Paulchens Zustand als Rettung in letzter Minute beschrieben, diese Beschreibung war mehr als zutreffend.
In den ersten Tagen hat meine Mutter Paulchen mit der Hand gefüttert, er bekam fünf kleine Mahlzeiten am Tag, damit sein Magen sich wieder an regelmäßige Nahrung gewöhnen konnte. Er bekam sofort ein neues, sehr großes Körbchen mit einer weichen Thermodecke, damit er beim schlafen keine Schmerzen hatte.
In der ersten Zeit konnten wir nur sehr kurze Spaziergänge machen, weil seine Muskulatur sehr geschwächt war. In den ersten Nächten schlief er unruhig und hat immer wieder nachgesehen, ob auch Wasser in seinem Wassernapf ist.
Nach einigen Tagen sahen wir dann eine deutliche Veränderung, Paulchen fing an uns zu vertrauen. Er schlief nachts durch, dass Futter schmeckte ihm gut und er nahm regen Anteil an unserem Alltag. Er fing an, unseren Garten zu erkunden und suchte immer die Nähe unserer Hündin Maxi. Durch Maxi lernte er wieder den normalen Tagesablauf eines Hundes, sich das Futter schmecken lassen, spazieren gehen, sich in die Sonne legen und Streicheleinheiten von Frauchen holen. Paulchen kämpfte sich Stück für Stück ins Leben zurück.
Seine Muskeln bauten sich langsam wieder auf, nun hielt er auch längere Spaziergänge aus, er hatte an Gewicht zugelegt und er fing an mit Maxi zu spielen und alberte auch mit uns herum. Es war für uns eine große Freude diese positive Entwicklung zu sehen.
Jetzt konnten wir an den wirklich notwendigen Termin beim Tierarzt denken, Pauli war nun kräftig genug. Es mussten dringend seine Zähne gereinigt werden, unter dem Bauch befanden sich zwei dicke Geschwüre, sein Herzfehler musste dringend behandelt werden und er war gegen Nichts geimpft. Beim Tierarzt erwartete uns eine schlimme Diagnose, Paulchen hatte sich wunderbar erholt doch nun hatte er Hodenkrebs. Durch seinen schlimmen Herzfehler war eine Operation und die damit verbundene Narkose ein hohes Risiko. Wir hatten Angst das Paulchen stirbt, hatten wir doch vor Wochen gerade den Sammy verloren. Uns war aber auch klar, das Paulchen nur durch die OP eine Chance hatte. Durch gute Beratung des Tierarztes und Gespräche mit Frau Beiderwieden, von der Tierrettung Herford, entschieden wir uns für die Operation. Es verlief alles sehr gut, Paulchen überstand die Narkose wunderbar und in dieser Operation konnte alles gemacht werden, was für ihn lebenswichtig war. Einen Tag später tobte er schon wieder in unserem Garten herum. Anfang November musste Paulchen noch einmal zur OP-Nachsorge, es war alles optimal verheilt. Nun kann er ohne Schmerzen sein Futter verputzen, die Geschwüre sind entfernt und durch die Hodenentfernung fühlte er sich auch besser. Paulchen hat nun die besten Voraussetzungen, für ein glückliches und aufregendes Hundeleben. Hoffentlich hat er noch eine schöne, lange Zeit vor sich, er hat es wirklich verdient! Wer Paulchen jetzt sieht und erlebt, der sieht und erlebt einen glücklichen Hund, so wie es sein soll -für jeden Hund-. Ja, es war wirklich Rettung in letzter Minute!
Das ist Paulchens Geschichte, eine traurige Geschichte, aber mit einem glücklichen Ausgang, nicht zuletzt durch die Hilfe der Tierrettung Herford und die Paten, die aufwendigen Tierarztbesuche finanzieren.
Tiere brauchen einen besonderen Schutz, unseren Schutz und darum wünsche ich mir eine Gesetzesänderung, die Tierquälerei und die Tierquäler sehr hart bestraft.“