Tierschutz

Hunde

Hunde richtig verstehen

 Der Hund ist als der „beste Freund des Menschen“ bekannt. Leider neigt der Mensch daher oft dazu, den Hund wie ein Kind zu behandeln und vergisst dabei, dass es sich bei seinem „besten Freund“ nicht um einen Menschen handelt. Um den Hund aber mit seinen „hundlichen“ Eigenschaften annehmen zu können, muss man ihn mit all seinen Verhaltensweisen verstehen. (Ausschnitt aus „Hunde verstehen“, VierPfoten)

Seit ca. 14 000 Jahren hat sich der Hund dem Menschen und seinem Lebensraum angeschlossen. Die Zahl der Haushalte, in denen Hunde gehalten werden, steigt stetig. Doch nicht immer gestaltet sich das Zusammenleben von Mensch und Hund  unproblematisch. Ursachen für Probleme sind oft eine unüberlegte Anschaffung, eine nicht artgerechte Haltung der Tiere und eine fehlerhafte Kommunikation zwischen Mensch und Tier.  Dieses kann zu Missverständnissen führen, die im  schlimmsten Fall sogar in schweren Beißvorfällen enden.
Durch falsche Erwartungen dem Tier gegenüber und unüberlegte Anschaffung, steigt außerdem die Zahl der Hunde, die in den Tierheimen landen.

Katzen

Katzen als Heimtiere
„Im Gegensatz zum Hund hat sich die Katze weder in Aussehen noch Verhalten von ihren wilden Verwandten entfernt. Sie ist ein freiheitsliebendes und unabhängiges Raubtier geblieben… Aus diesem Grund ist es für die Haltung der Katze als Heimtier sehr wichtig, ihr natürliches Verhalten zu kennen und zu verstehen.“ (Auszug aus Das „Raubtier“ Katze von Vier Pfoten, Stiftung für den Tierschutz)
Die Katze ist das am häufigsten anzutreffende Haustier in Deutschland. Immer mehr von Ihnen werden aus den unterschiedlichsten Gründen mittlerweile als Wohnungskatzen ohne Freigang gehalten. Da diese Wohnungskatzen zur Ausübung ihrer katzentypischen Aktivitäten größere Anforderungen an die Besitzer stellen, lohnt sich ein näherer Blick auf das angeborene Verhalten der Stubentiger.

Igel

Welcher Igel ist tatsächlich hilfsbedürftig?Tagaktive Tiere sind fast immer hilfsbedürftig, genauso wie verletzte Igel und nachweislich verwaiste Igelsäuglinge (Igelsäuglinge, die sich tagsüber außerhalb ihres Nestes befinden, noch geschlossene Augen und Ohren haben und sich womöglich kühl anfühlen). Igel, die tagsüber Futter suchen, mager und geschwächt sind, sich kaum einrollen, herumtorkeln oder apathisch wirken, brauchen Hilfe. Auch Igel, die bei Dauerfrost oder Schnee -ebenfalls meist am Tag- herumlaufen, brauchen Hilfe.

 

Dabei ist zunächst Wärme das Wichtigste, denn schwache oder kranke Igel sind meistens unterkühlt. Dazu eine Wärmflache oder ein Körnerkissen mit einem Handtuch umwickeln und das Tier darauf setzen (den Igel nie direkt auf die Wärmequelle setzen). Bei verletzten oder kranken Igeln darf der Gang zum Tierarzt auf keinen Fall hinausgezögert werden, um eine rechtzeitige Behandlung zu ermöglichen.

 

Dagegen ist es normal, wenn im September und Oktober Jungtiere auf abendlicher oder nächtlicher Nahrungssuche sind. Diese Igel haben noch die Möglichkeit, bis Anfang November ein Körpergewicht von ca. 600 Gramm zu erreichen und den Winterschlaf in ihrer natürlichen Umgebung zu überstehen. Eine sinnvolle Hilfe für diese Tiere ist eine Zufütterung, damit die Tiere das Gewicht erreichen können. Kleine Igel können bei regelmäßiger Fütterung pro Tag 10-15 Gramm an Gewicht zulegen. Als Futter eignen sich Katzen- oder Hundedosenfutter und ungewürztes Rührei vermischt mit Igeltrockenfutter oder Haferflocken. Niemals Milch anbieten!  Der Milchzucker löst Durchfall aus und kann zum Tode führen. Die Futterstelle muss trocken und vor Katzen geschützt sein. Außerdem sollte ein Schälchen mit Wasser zur Verfügung stehen. Die tägliche Fütterung sollte abends und stets zur selben Zeit erfolgen.

 

Ausführliche Informationen zu allen Fragen der Igelhilfe bietet die Homepage des Vereins Pro Igel (www.pro-igel.de). Dort finden Sie auf den ersten Blick die Rubrik „Igel gefunden-was nun?“ mit einer „Checkliste Erste Hilfe“. Der Verein bietet auch eine Igel-Hotline und einen Faxabruf an (Telefon: 01805-555-9551; Fax-Abruf: 01805-555-9554). Tierfreunde, die sich über ganzjährigen Igelschutz informieren möchten, sind auf der Homepage ebenfalls genau richtig und zusätzlich kann man dort sehr gutes Infomaterial bestellen.

 

Sehr empfehlenswert ist auch das aktualisierte und reichhaltig bebilderte Sachbuch „Igel im Garten“ von Monika Neumeier. Für günstige 8,99 Euro bietet der Ratgeber ausführliche Informationen über die Biologie und Lebensweise des Igels, Tipps zur igelfreundlichen Gartengestaltung und eine praxisorientierte Anleitung zur Pflege und Versorgung verletzter oder verwaister Igel.